Der Österreichische Umweltjournalismus-Preis

 

Der Österreichische Umweltjournalismus-Preis wurde 2017 von der Umweltinitiative MUTTER ERDE initiiert, um Medien, Öffentlichkeit und Unternehmen für Umweltthemen zu sensibilisieren und qualitätsvolle und kritische Berichterstattung rund um umweltrelevante Themen zu fördern.
Die Umweltinitiative MUTTER ERDE (www.muttererde.at) ist ein Zusammenschluss des ORF und der führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen Österreichs – Alpenverein, BirdLife, GLOBAL 2000, Greenpeace, Naturfreunde, Naturschutzbund, VCÖ und WWF.

Aus Ressourcengründen hat die Umweltinitiative MUTTER ERDE entschieden, den Preis nicht mehr selbst zu verleihen. Da eine Stärkung des qualitätsvollen und kritischen Journalismus rund um Umweltthemen weiterhin relevant ist, wurde ein Nachfolger für den Preis gesucht.
Mit der GREEN BRANDS Organisation wurde ein Träger gefunden, der sich auf einer ausgesprochen strategischen Ebene für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzt und der aufgrund seiner eigenen Aktivitäten sehr gut in der Lage ist, den Preis auch in Zukunft mit vertretbarem Aufwand umzusetzen.

Organisation und Unterstützung

GREEN BRANDS (www.GREEN-BRANDS.org) zeichnet – in internationaler Zusammenarbeit mit unabhängigen Institutionen und Gesellschaften im Umwelt-/Klimaschutz und Nachhaltigkeits-Bereich sowie mit Markt- und Meinungsforschungsinstituten – ökologisch nachhaltige Marken aus und verleiht das GREEN BRANDS-Gütesiegel.
Norbert Lux, Initiator des GREEN BRANDS-Auszeichnungsverfahrens und Geschäftsführer der GREEN BRANDS Organisation, freut sich auf die neue Herausforderung, den Österreichischen Umweltjournalismus-Preis zu übernehmen und im Rahmen der GREEN BRANDS Austria Gala Mitte/Ende November 2018 die Preisträger zu küren. „Tue Gutes und berichte darüber – dies gilt für die ausgezeichneten GREEN BRANDS genauso wie für alle Journalisten, deren Beiträge zur Wahl des Österreichischen Umweltjournalismus-Preises eingereicht wurden und vor allem für die Gewinner der vier Preis-Kategorien! Gerade deshalb passen beide Verfahren so gut zusammen und ergänzen sich ideal“, so Norbert Lux.

Fundamentale Unterstützung erhält GREEN BRANDS vom Österreichischen Journalisten Club (www.oejc.at) und dem Nachhaltigkeitsinstitut SERI (www.seri.at ) mit der neu gegründeten cooppa Mediengenossenschaft (www.cooppa.at ). „Ich freue mich sehr auf diese Zusammenarbeit, die genau im Schnittpunkt der für mich wichtigsten Themen Nachhaltigkeitsforschung und Nachhaltigkeitskommunikation liegt“, sagt Dr. Friedrich Hinterberger, Geschäftsführer von SERI und Vorstand von cooppa. Er hoffe, dass der Österreichische Umweltjournalismus-Preis dazu beiträgt, „beides in der österreichischen Bevölkerung noch mehr zu verankern, indem Journalisten dazu angeregt werden, sich intensiver als bisher dem Thema zu widmen und denen, die das schon tun, mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, als das bislang der Fall ist.“

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) wurde 1977 gegründet und ist mit mehr als 6.700 Mitgliedern die größte parteiunabhängige Journalistenorganisation in der Republik Österreich. Prof. Fred Turnheim, Präsident des ÖJC und Vorsitzender der Jury, ist begeistert von der neuen Kooperation und meint: „Der ÖJC unterstützt sehr gerne mit seinen jahrzehntelangen Erfahrungen und mit seiner Kompetenz den Österreichischen Umweltjournalismus-Preis. Der Journalismus kann viel dazu beitragen, dass die Umwelt besser geschützt wird.“

Österreichischer Umweltjournalismus-Preis 2018:
Die Preisträger stehen fest

 

Zum zweiten Mal wurde kürzlich in Wien der Österreichische Umweltjournalismus-Preis verliehen. Der Preis würdigt herausragende Medienbeiträge rund um Umwelt- und Natur(schutz)themen in Österreich. Über 70 Beiträge wurden fristgerecht eingereicht und lagen den Jury-Mitgliedern zur Bewertung und Entscheidung vor.

Am 21. 11. 2018 wurden die Preisträger im Rahmen der GREEN BRANDS Austria Gala in feierlichem Rahmen im Palais Eschenbach, dem Sitz des Österreichischen Gewerbevereins in Wien, gekürt.

Die mit insgesamt 8.000 Euro dotierten Preise wurden in vier Kategorien verliehen:

  • Print („Komm, heißer Tod“ – FALTER von Benedikt Narodoslawsky)
  • Radio („Defenders of the Environment“ – FM4 von Chris Cummins)
  • TV („Der hohe Preis fürs Billigfleisch“ – ORF2 (Am Schauplatz) von Beate Haselmayer und Klaus Dutzler)
  • Digitale Medien („Wie kann ich Müll vermeiden“ – ORF Meins von Irina Oberguggenberger)

Mehr zu den Ausgezeichneten und Begründungen der Jury unten:

Ausgezeichnete 2018

Print:

„Komm, heißer Tod“
FALTER von Benedikt Narodoslawsky
Begründung der Jury: „Benedikt Narodoslawsky beschreibt sehr gut recherchiert, kurzweilig und ausgewogen geschrieben, ein Phänomen mit hoher umweltpolitischer Relevanz, das uns noch viele Jahre begleiten wird – ein ‚Top Text‘“.

Radio:

“Defenders of the Environment“
auf FM4 von Chris Cummins
Begründung der Jury: „Chris Cummins bietet seinen Hörerinnen und Hörern in seinem FM4-‚Reality Check Special‘-Feature ‚Defenders of the Environment‘ über die lebensgefährliche Arbeit von Menschen, die das Leben von Nashörnern zu schützen versuchen, anschauliches Radio, das die Thematik aus ungewöhnlichen Blickwinkeln aufbereitet und dabei aufrüttelt – kein beiläufiges Alltagsradio“. 

TV:

„Der hohe Preis fürs Billigfleisch“
Fernsehbeitrag in ORF2 (Am Schauplatz) von Beate Haselmayer und Klaus Dutzler
Begründung der Jury: „Ohne das Land lächerlich zu machen, zeigt der Beitrag Österreich wie es is(s)t. Nie moralisch präsentieren Beate Haselmayer und Klaus Dutzler das Wiener Schnitzel von der anderen Seite, globale Zusammenhänge wie die Abholzung des Regenwaldes für den Sojaanbau inklusive. Die Sendung gibt dem Thema trotz aller impliziten Kritik einen positiven Spin, Fleisch wird nicht verteufelt, sondern eher dazu angeregt, weniger Fleisch zu konsumieren, dafür mehr auf Qualität (auch der Herstellung) zu achten.“

Digitale Medien:

„Wie kann ich Müll vermeiden“
Onlinebeitrag auf ORF Meins von Irina Oberguggenberger
Begründung der Jury: „Sehr praxisnah werden hier mit einer sehr modernen Bildsprache technisch neueste Möglichkeiten des Internet ausgenutzt, um Best Practice ohne Brandmarkung aufzuzeigen. Der modulare Aufbau kommt dem modernen Nutzerverhalten entgegen, holt die User quasi an der Kühlschranktür ab und ermöglicht es ihnen, die Eindringtiefe ins Thema selbst zu bestimmen.“

Eine Würdigung herausragender Umweltberichterstattung

Mit dem österreichischen Umweltjournalismuspreis wollen wir das Engagement von Menschen sichtbar machen, die mit ihrer journalistischen Arbeit einen wichtigen Teil zur Meinungsbildung und damit Veränderung im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes beitragen. Der Preis soll helfen Medien, Öffentlichkeit und Unternehmen für Umweltthemen zu sensibilisieren und qualitätsvolle und kritische Berichterstattung rund um umweltrelevante Themen zu fördern.

Der Preis

Mit dem Österreichischen Umweltjournalismus-Preis wird herausragende Umweltberichterstattung in den Kategorien klassische Medien (TV / Radio / Print) sowie digitale Medien / Blogger ausgezeichnet. Inhalt der Berichterstattung muss ein relevantes Umwelt- oder Naturschutzthema sein. Es können journalistische Arbeiten eingereicht werden, die in einem österreichischen Publikumsmedium (Print, Hörfunk, Fernsehen) oder dem Internet (Blogs, YouTube, Website) erstveröffentlicht bzw. erstausgestrahlt worden sind.

Mit dem mit insgesamt 8.000 Euro dotierten Preis werden journalistische Beiträge ausgezeichnet, die zur Erweiterung des Wissens über Umwelt- und Naturschutzthemen bzw. zur kritischen Diskussion dieser Themen beitragen.

Die Nominierten 2018

Über 70 Beiträge wurden fristgerecht für den Umweltjournalismus-Preis 2018 eingereicht und lagen den Jury-Mitgliedern zur Bewertung und Entscheidung vor.

Unter Vorsitz von Prof. Fred Turnheim (Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs) berieten sich Dr. Friedrich Hinterberger (SERI / cooppa), Albert Malli (ORF Ö3), Prof. Claus Reitan (Nachhaltigkeitskommunikation), Doris Holler-Bruckner (oekonews.at), Dr. Hildegard Aichberger(Umweltinitiative MUTTER ERDE), Leonore Gewessler (Global 2000), Heidi Lackner (ORF – Sendungsverantwortliche Am Schauplatz), Nana Siebert (DER STANDARD) sowie Werner Müllner (APA) und entschieden sich letztendlich nach geheimen Abstimmungen für folgende Nominierten:

Print

  • „Komm, heißer Tod“
    Printbeitrag im FALTER von Benedikt Narodoslawsky
  • „Das Bio-Dilemma“
    Printbeitrag im DATUM von Eva Konzett und Gabriele Scherdl
  • „Gras, das nicht über die Sache wächst“
    Printausgabe im DATUM von Katharina Brunner mit Grafiken von Vanja Ivancevic

Hörfunk

  • „Defenders of the Environment“
    Radiobeitrag in FM4 von Chris Cummins
  • „Bis in alle Ewigkeit. Die Suche nach einem Endlager für Atommüll“
    Radiobeitrag in Ö1 (Hörbilder) von Judith Brandner
  • „Zwischen Wachstum und Wahnsinn – Stadtporträt Bangalore“
    Radiobeitrag in Ö1 (Diagonal) von Roman Tschiedl

TV

  • „Der hohe Preis fürs Billigfleisch“
    Fernsehbeitrag in ORF2 (Am Schauplatz) von Beate Haselmayer & Klaus Dutzler
  • „Klimawandel Doppelporträt“
    Fernsehbeitrag in ORF2 (Report) von Jakob Horvat & Martina Schmidt
  • „Wo kein Gras mehr wächst“
    Fernsehbeitrag in ORF2 (Am Schauplatz) von Robert Gordon

Digitale Medien

  • „Wie die EU versucht, den Klimawandel einzudämmen“
    Onlinebeitrag auf derstandard.at von Nora Laufer, mit Grafiken von Sebastian Kienzl
  • „WIE KANN ICH MÜLL VERMEIDEN?“
    Onlinebeitrag auf ORF Meins von Irina Oberguggenberger
  • „Wie viel Müll Österreichs Haushalte tatsächlich produzieren“
    Onlinebeitrag auf derstandard.at von Michael Matzenberger und Gestaltung von Sebastian Kienzl & Hans Pagel

History – Preis 2017

Erster Österreichischer Umweltjournalismuspreis 2017 vergeben

Erstmals wurde in Österreich ein Preis für herausragende Medienbeiträge rund um Umwelt- und Naturschutzthemen vergeben.

Julia Schilly und Sebastian Pumberger von der Tageszeitung Der Standard,
Peter Liska vom Österreichischen Rundfunk (ORF) und
Joseph Gepp vom Nachrichtenmagazin profil

wurden am 27. April 2017 im Rahmen der 10. ERDgespräche im Wiener Museumsquartier ausgezeichnet.
Für den ersten Österreichischen Umweltjournalismuspreis konnten journalistische Beiträge eingereicht werden, die zur Erweiterung des Wissens über Umwelt- und Naturschutzthemen bzw. zur kritischen Diskussion dieser Themen beitragen.

Mehr zur Preisverleihung und den Preisträgern finden Sie hier.

Die Jury 2017

Eine unabhängige Jury aus hochkarätigen Journalisten wählte die Preisträger aus:

  • Reinhard Göweil (Chefredakteur Wiener Zeitung)
  • Rainer Nowak (Chefredakteur die Presse)
  • Nana Siebert (Stellvertretende Chefredakteurin Woman)
  • Olivera Stajic-Fidler (Chefin vom Dienst & Ressortleitung standard.at)
  • Armin Thurnher (Herausgeber Falter)
  • Alois Vahrner (Chefredakteur Tiroler Tageszeitung)

Der MUTTER ERDE Expertenbeirat beurteilte vorab die fachliche Relevanz des Beitrags aus Umweltsicht.

Die Preisverleihung 2017

Die feierliche Preisverleihung für den Preis fand am 27. April 2017 im Rahmen der jährlich stattfindenden ERDgespräche im Wiener MuseumsQuartier statt. Die ERDgespräche sind Österreichs größte unabhängig organisierte Zusammenkunft von umweltinteressierten Menschen mit ca. 900 Teilnehmer. Im Verlauf der Jahre haben mehr als 35 nationale und internationale Größen der Umweltschutzbewegung die Gäste der ERDgespräche inspiriert, darunter Freda Meissner-Blau und Céline Cousteau, oder Träger des alternativen Nobelpreises wie Hermann Scheer, Vandana Shiva oder Bianca Jagger. 2017 fanden die ERDgespräche zum zehnten Mal statt, die Schirmherrschaft hatte Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen übernommen.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beiderlei Geschlecht.

Kontakt

Norbert R. Lux
Tel: 01-486 30 05
mobil: 0676 96 25 333
eMail: Norbert.Lux@Umweltjournalismus-Preis.at